ROPS: Die Kennzahl, die zeigt, was dein Werbedienstleister bringt
Daniel Huber, MBAGründer von Plaith

Der ROAS sagt dir, wie gut deine Werbung verkauft. Er sagt dir nicht, ob der Dienstleister sein Geld wert ist. Dafür haben wir den ROPS eingeführt. Er setzt den Umsatz ins Verhältnis zu den Kosten des Dienstleisters. So kannst du zwei Angebote auf derselben Grundlage vergleichen.
Die ROPS-Kennzahl: Formel und Bedeutung
ROPS = Umsatz ÷ (Einrichtung + Paketpreis × Monate + Budgetgebühr + Booster-Einmalzahlung)
Im Nenner steht alles, was an Plaith geht. Dein eigenes Werbebudget steht nicht im Nenner, denn es fließt direkt an die Plattform.
Im Zähler steht der Umsatz. Er entsteht aus dem gesamten Werbebudget mal ROAS:
Umsatz = (eigenes Budget × Monate + Booster-Guthaben) × ROAS
Das Booster-Guthaben ist ein Zehntel der Einmalzahlung pro Monat, höchstens 24 Monate lang. Der ROAS ist immer eine Annahme.
Warum die Booster-Einmalzahlung im Nenner steht
Die Einmalzahlung geht an Plaith. Deshalb gehört sie zu den Kosten, auch wenn sie dir später als Werbeguthaben zugutekommt. Das macht die Kennzahl strenger, nicht schöner. Auch die Budgetgebühr auf das Booster-Guthaben steht im Nenner.
Rechenweg Schritt für Schritt
Unser kanonisches Beispiel S3: Growth-Paket, 3.000 € eigenes Budget im Monat, Booster mit 10.000 € Einmalzahlung, 24 Monate, ROAS 5 als Annahme.
Nenner (Kosten an Plaith):
- Einrichtung: 1.499 €
- Paket: 1.499 € × 24 = 35.976 €
- Budgetgebühr: 360 € pro Monat, zusammen 8.640 €
- Booster-Einmalzahlung: 10.000 €
- Summe: 56.115 €
Zähler (Umsatz):
- eigenes Budget: 3.000 € × 24 = 72.000 €
- Booster-Guthaben: 1.000 € × 24 = 24.000 €
- Werbebudget gesamt: 96.000 €
- Umsatz bei ROAS 5: 480.000 €
ROPS = 480.000 € ÷ 56.115 € = 8,55
Mit dem regulären Setup von 1.999 € statt des Einführungspreises steigt der Nenner auf 56.615 €, der ROPS liegt dann bei 8,48.
Was der Booster ist
Der Booster ist ein Zusatzmodul. Dein Werbebudget läuft dann über Plaith statt direkt an Meta. Unsere Einkaufskonditionen geben wir dir als Werbebudget-Paket weiter: Für eine Einmalzahlung bekommst du 24 Monate lang jeden Monat ein Zehntel davon als zusätzliches Werbeguthaben, neben deinem eigenen Budget. Aus 10.000 € werden so 1.000 € pro Monat und 24.000 € über die Laufzeit. Das Guthaben gilt nur mit aktivem Plaith-Vertrag, ist nicht übertragbar, wird nicht ausgezahlt und nur als Werbung ausgespielt. Kündigst du, bekommst du die Einmalzahlung abzüglich des schon ausgespielten Guthabens zurück, mindestens 0 €. Ändern sich die Einkaufsbedingungen der Plattform, kann Plaith laufende Pakete mit 30 Tagen Frist beenden; dann gilt dieselbe Erstattungsregel. Die genauen Bedingungen klärst du im Gespräch.
ROPS im Vergleich: gleicher Gesamteinsatz
Einen ROPS kannst du auch für ein klassisches Modell berechnen: Umsatz geteilt durch die Kosten für Agentur und Videos.
So rechnen wir den Vergleich
Beide Seiten setzen exakt denselben Gesamteinsatz ein. Auf der Plaith-Seite besteht er aus deinem eigenen Werbebudget, der Einrichtung, dem Paketpreis, der Budgetgebühr und, falls gewählt, dem Booster. Auf der klassischen Seite ziehen wir vom gleichen Betrag die Kosten für Betreuung und Videos ab. Grundlage ist der Vergleichswert aus dem Gutachten (Start 1.885,96 €, Growth 3.485,39 €, Scale 9.083,40 € pro Monat). Der Rest geht in Werbung. Ein Agentur-Setup rechnen wir dort nicht ein. Agenturzuschläge auf das Werbebudget (zum Beispiel 5 % auf alles oder 10 % auf den Teil über 1.000 € im Monat, Gutachten Abschnitt 4.1) sind bewusst nicht eingerechnet; der Vorsprung von Plaith ist daher eher größer.
| S3 · Growth · 3.000 € eigenes Budget/Monat · Booster 10.000 € · 24 Monate · ROAS 5 (Annahme) | Plaith | Klassisch (gleicher Gesamteinsatz) |
|---|---|---|
| Gesamteinsatz (alles, was du zahlst) | 128.115 € | 128.115 € |
| davon an den Dienstleister | 56.115 € (inkl. Booster 10.000 €) | 83.649,36 € |
| davon eigenes Werbebudget an die Plattform | 72.000 € | 44.465,64 € |
| Booster-Guthaben im Zeitraum | 24.000 € | kein Hebel |
| Werbebudget gesamt | 96.000 € | 44.465,64 € |
| Umsatz bei ROAS 5 (Annahme) | 480.000 € | 222.328,20 € |
| ROPS (Umsatz ÷ Dienstleisterkosten) | 8,55 | 2,66 |
| Umsatz je eingesetztem Euro | 3,75 € | 1,74 € |
| Was bleibt (Umsatz minus Einsatz, kein Gewinn) | 351.885 € | 94.213,20 € |
Bei gleichem Einsatz liegt der ROPS klassisch bei 2,66, bei Plaith bei 8,55. Der Unterschied hat zwei Ursachen: Plaith kostet weniger, und durch den Booster ist mehr Werbebudget im Spiel.
Gegenprobe: ohne Booster und mit vorsichtigem ROAS
Ohne Booster (S4, sonst gleich):
| S4 · Growth · 3.000 € eigenes Budget/Monat · Booster 0 € · 24 Monate · ROAS 5 (Annahme) | Plaith | Klassisch (gleicher Gesamteinsatz) |
|---|---|---|
| Gesamteinsatz (alles, was du zahlst) | 116.195 € | 116.195 € |
| davon an den Dienstleister | 44.195 € | 83.649,36 € |
| davon eigenes Werbebudget an die Plattform | 72.000 € | 32.545,64 € |
| Booster-Guthaben im Zeitraum | kein Booster | kein Hebel |
| Werbebudget gesamt | 72.000 € | 32.545,64 € |
| Umsatz bei ROAS 5 (Annahme) | 360.000 € | 162.728,20 € |
| ROPS (Umsatz ÷ Dienstleisterkosten) | 8,15 | 1,95 |
| Umsatz je eingesetztem Euro | 3,10 € | 1,40 € |
| Was bleibt (Umsatz minus Einsatz, kein Gewinn) | 243.805 € | 46.533,20 € |
Mit vorsichtiger Annahme ROAS 3 und 5.000 € Budget plus 5.000 € Booster (S8):
| S8 · Growth · 5.000 € eigenes Budget/Monat · Booster 5.000 € · 24 Monate · ROAS 3 (Annahme) | Plaith | Klassisch (gleicher Gesamteinsatz) |
|---|---|---|
| Gesamteinsatz (alles, was du zahlst) | 173.755 € | 173.755 € |
| davon an den Dienstleister | 53.755 € (inkl. Booster 5.000 €) | 83.649,36 € |
| davon eigenes Werbebudget an die Plattform | 120.000 € | 90.105,64 € |
| Booster-Guthaben im Zeitraum | 12.000 € | kein Hebel |
| Werbebudget gesamt | 132.000 € | 90.105,64 € |
| Umsatz bei ROAS 3 (Annahme) | 396.000 € | 270.316,92 € |
| ROPS (Umsatz ÷ Dienstleisterkosten) | 7,37 | 3,23 |
| Umsatz je eingesetztem Euro | 2,28 € | 1,56 € |
| Was bleibt (Umsatz minus Einsatz, kein Gewinn) | 222.245 € | 96.561,92 € |
Der ROPS sinkt mit dem ROAS, auf beiden Seiten. In S8 liegt er bei 7,37 gegen 3,23.
Was der ROPS kann und was nicht
Er kann: Dienstleister mit unterschiedlichen Preismodellen auf eine Zahl bringen. Wer viel kostet, muss viel Umsatz rechtfertigen.
Er kann nicht: sagen, ob du Gewinn machst. Dafür brauchst du zusätzlich dein Werbebudget und deine Marge. Deshalb zeigen wir neben dem ROPS immer den Umsatz je eingesetztem Euro und „Was bleibt“.
Er ist kein Zielwert. Es gibt keinen „guten“ ROPS, den wir dir versprechen. Jeder Wert hängt am angenommenen ROAS. Steigt der ROAS, steigt der ROPS im gleichen Verhältnis.
Drei Kennzahlen im Zusammenspiel
| Kennzahl | Formel | Beantwortet |
|---|---|---|
| ROAS | Umsatz ÷ Werbeausgaben | Wie gut verkauft die Werbung? |
| ROPS | Umsatz ÷ Kosten des Dienstleisters | Was steht den Dienstleisterkosten gegenüber? |
| Umsatz je eingesetztem Euro | Umsatz ÷ (Werbung + Dienstleister) | Wie viel Umsatz macht dein ganzer Einsatz? |
Für S3 heißt das: ROAS 5 als Annahme auf beiden Seiten, ROPS 8,55 gegen 2,66, Umsatz je eingesetztem Euro 3,75 € gegen 1,74 €.
So nutzt du den ROPS im Alltag
- Beim Angebotsvergleich: Lass dir alle Kosten des Dienstleisters geben, auch Videos, Setup und Zuschläge. Teile einen angenommenen Umsatz dadurch.
- Bei der Budgetplanung: Wenn du mehr Budget einsetzt, wächst der Umsatz, die Paketkosten bleiben gleich. Der ROPS steigt.
- Im laufenden Betrieb: Nimm deinen echten Umsatz aus dem Report statt einer Annahme. Dann wird aus dem Rechenbeispiel eine Ist-Zahl.
Was dir der ROPS bei der Wahl deines Dienstleisters erspart
Du zahlst jeden Monat einen Dienstleister und fragst dich, ob er sein Geld wert ist. Der ROAS hilft dir dabei kaum, weil er die Kosten des Dienstleisters gar nicht enthält.
Der ROPS gibt dir eine Zahl, mit der du jeden Anbieter auf derselben Grundlage prüfst.
Was du damit gewinnst:
- Vergleichbarkeit. In S3 stehen jedem Euro an den Dienstleister bei Plaith 8,55 € Umsatz gegenüber, klassisch 2,66 €. Gleicher ROAS, gleicher Einsatz.
- Sicherheit bei der Verlängerung. Statt aus dem Bauch zu verlängern, rechnest du regelmäßig nach und entscheidest mit Zahlen.
- Eine faire Frage für jedes Gespräch. Du stellst jedem Anbieter dieselbe Frage: Wie viel Umsatz steht deinem Preis gegenüber?
Einen Zielwert gibt es nicht. Der ROPS ersetzt auch nicht den Blick auf deine Marge.
Einwände, ehrlich beantwortet
Eine neue Kennzahl muss sich Kritik gefallen lassen. Drei Einwände, die wir ernst nehmen:
„ROPS ist eine Kennzahl, die Plaith gut aussehen lässt.“
Die Formel ist offen, und du kannst sie auf jeden Anbieter anwenden: Umsatz geteilt durch alles, was du dem Dienstleister zahlst. Auf der klassischen Seite rechnen wir sogar ohne Agentur-Setup und ohne Zuschläge. Das begünstigt die Agentur, nicht uns.
„Ein hoher ROPS heißt nicht, dass ich verdiene.“
Richtig. Der ROPS zeigt, wie viel Umsatz jedem Euro für den Dienstleister gegenübersteht. Ob du verdienst, entscheidet deine Marge. Nutze ihn deshalb zusammen mit „Was bleibt“ und deiner Rohertragsquote.
„Ich kenne meinen Umsatz vorher nicht.“
Niemand kennt ihn vorher. Deshalb ist der ROAS in jeder Rechnung eine Annahme. Rechne mit 3, 4 und 5 und schau, ab wann sich das Ergebnis dreht. Wie du den ROAS selbst ermittelst, steht im Artikel ROAS berechnen.
Häufige Fragen
Was bedeutet ROPS?
ROPS heißt Return on Plaith Spend: Umsatz geteilt durch alles, was du an Plaith zahlst. Dein eigenes Werbebudget steht nicht im Nenner.
Ist ein höherer ROPS immer besser?
Bei gleichem Einsatz ja, denn dann steht mehr Umsatz denselben Dienstleisterkosten gegenüber. Vergleiche aber immer auch „Was bleibt“, weil der ROPS dein Werbebudget nicht enthält.
Gibt es einen Zielwert für den ROPS?
Nein. Jeder ROPS ist ein Rechenbeispiel und hängt vom ROAS ab, den wir nur annehmen können.
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Diese Artikel vertiefen einzelne Punkte:
- ROAS berechnen: Warum dein ROAS nicht zeigt, was dir bleibt
- Werbekosten-Rechner für Unternehmer: So rechnest du Meta-Werbung durch
- Werbeagentur-Angebote vergleichen: Checkliste mit Rechenbeispiel
Rechne dein eigenes Szenario
Berechne den ROPS für dein Angebot und für ein Vergleichsangebot mit derselben ROAS-Annahme. Öffne dafür den **Plaith-Rechner auf plaith.ai**. Gib dein Paket, dein eigenes Werbebudget pro Monat und, falls du willst, einen Booster ein. Wähle dann eine vorsichtige ROAS-Annahme, zum Beispiel 3. Du siehst sofort Werbebudget, Kosten an Plaith und ROPS für deinen Fall. Auch dort gilt: Rechenbeispiel, keine Garantie.
Quellen
- Gutachten zu den Kosten von Meta-Betreuung und Videos mit Menschen, Fassung vom 05.10.2026: Stichprobe belegter Angebote, keine Marktstudie. Vergleichswert = Mittel der vier Meta-Betreuungspakete (1.086,25 €) plus Videos zum Mittelpreis von 224,42 US-Dollar, umgerechnet mit 1,1225 USD je Euro (Abschnitte 4.1 auf S. 4, 5.4 auf S. 11, 6.3 und 6.4 auf S. 14 bis 17).
- Eigene Berechnungen von Plaith (Stand 06.10.2026): Paketpreise, Budgetgebühr, Booster und alle Szenariozahlen dieses Artikels, exakt nachgerechnet.
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